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Online-Diskussion 12.06.2025: Sensorische Bedürfnisse und Neurodiversität im Museum

Aber Hauptthema der Diskussion heute war der Frage: Was können Museen tun -oder was wird bereits getan – um sensorische Bedürfnisse und neurodiversitätssensible Angebote zu entwickeln?

Erste Einblicke und bewährte Praktiken:

  • Sensorische Karten, wie sie z. B. im Heeresgeschichtlichen Museum (HGM) genutzt werden, bieten eine Orientierungshilfe zu Reizen wie Licht und Lärm: Sensorische Karte HGM (PDF)
  • Sensorik-Taschen mit Hilfsmitteln für Besucher:innen mit sensorischen Bedürfnissen
  • Entschleunigte Führungen oder spezielle „Relaxed Openings“, angelehnt an Formate wie die Relaxed Performances im Ronacher
  • Leichte und einfache Sprache in der Vermittlung aber auch bei Online Informationen, in Ausstellungen 
  • Sensibilisierungstrainings für Mitarbeitende, insbesondere im Besucherservice aber abteilungsübergreifend, um Praktiken gut in institutionell einzubetten.
    Gebärdenunterstützte Kommunikation, z. B. mit Angeboten von Kinderhände
  • Rückzugsorte im Museum, wie der Silence Room im Nitsch Museum oder Vorarlbergmuseum 
  • Arbeit mit Fokusgruppen, 

Auch internationale Beispiele wie das Tower of David Museum in Israel mit „Quiet Hours“ zeigen, wie Museen Rücksicht auf neurodiverse Besucher:innen nehmen können.

Ein weiteres wichtiges Thema:
Die Belastung für Mitarbeiter:innen, die täglich mit akustischen Reizen konfrontiert sind, wurde ebenfalls thematisiert – ein Aspekt, der oft übersehen wird.

Programme und Tools zur Unterstützung:

  • Sonnenblumen-Programm Global aber nicht ohne Kritik: ein freiwilliges Symbol für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen: hdsunflower.com
  • Barrierefreie Websites sind essenziell – Infos zur Umsetzung und gesetzlichen Verpflichtung: barrierefrei.at
  • WACA-Zertifizierung zur Website-Barrierefreiheit und Zertifizierung: waca.at

Vernetzung und Ausblick:

#ZeroCall26

Isabella Essl hat über den #ZeroCall26 berichtet, der noch bis zum 22.06.2025 läuft. Inklusive Projekte können eingereicht werden. 

Preisträger:innen erhalten:

  • Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihre Arbeit
  • Aufnahme in das internationale Zero Project Netzwerk
  • Die Möglichkeit, bei der Zero Project Konferenz im UNO-Gebäude in Wien zu sprechen (über 1.000 Teilnehmende jährlich)
  • Neue Chancen, ihre inklusiven Lösungen weiterzuentwickeln und zu verbreiten

Alle Infos sind hier zu finden. 

Museums Guide Inklusiv

Hinweis von Doris Rothauer vom Museums Guide Inklusiv: Angebote und Projekte können an ihr geschickt werden und in der jetzt monatlichen Aussendung aufgenommen zu werden: Kontakt Information Museums Guide inklusiv. 

ARGE Inklusives Museum Jahrestreffen 2025

Das nächste Jahrestreffen findet am 12.11.2025 statt – dieses Mal zu Gast im Salzburg Museum!
Wir werden uns diesmal vertieft mit dem Thema digitale Barrierefreiheit beschäftigen – und wie immer gibt es viel Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussion.