Aber Hauptthema der Diskussion heute war der Frage: Was können Museen tun -oder was wird bereits getan – um sensorische Bedürfnisse und neurodiversitätssensible Angebote zu entwickeln?
Erste Einblicke und bewährte Praktiken:
- Sensorische Karten, wie sie z. B. im Heeresgeschichtlichen Museum (HGM) genutzt werden, bieten eine Orientierungshilfe zu Reizen wie Licht und Lärm: Sensorische Karte HGM (PDF)
- Sensorik-Taschen mit Hilfsmitteln für Besucher:innen mit sensorischen Bedürfnissen
- Entschleunigte Führungen oder spezielle „Relaxed Openings“, angelehnt an Formate wie die Relaxed Performances im Ronacher
- Leichte und einfache Sprache in der Vermittlung aber auch bei Online Informationen, in Ausstellungen
- Sensibilisierungstrainings für Mitarbeitende, insbesondere im Besucherservice aber abteilungsübergreifend, um Praktiken gut in institutionell einzubetten.
Gebärdenunterstützte Kommunikation, z. B. mit Angeboten von Kinderhände - Rückzugsorte im Museum, wie der Silence Room im Nitsch Museum oder Vorarlbergmuseum
- Arbeit mit Fokusgruppen,
Auch internationale Beispiele wie das Tower of David Museum in Israel mit „Quiet Hours“ zeigen, wie Museen Rücksicht auf neurodiverse Besucher:innen nehmen können.
Ein weiteres wichtiges Thema:
Die Belastung für Mitarbeiter:innen, die täglich mit akustischen Reizen konfrontiert sind, wurde ebenfalls thematisiert – ein Aspekt, der oft übersehen wird.
Programme und Tools zur Unterstützung:
- Sonnenblumen-Programm Global aber nicht ohne Kritik: ein freiwilliges Symbol für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen: hdsunflower.com
- Barrierefreie Websites sind essenziell – Infos zur Umsetzung und gesetzlichen Verpflichtung: barrierefrei.at
- WACA-Zertifizierung zur Website-Barrierefreiheit und Zertifizierung: waca.at
Vernetzung und Ausblick:
- Das erste Vernetzungstreffen zur Disability History findet am Montag um 16:00 Uhr online statt. Details dazu sind hier zu finden.
#ZeroCall26
Isabella Essl hat über den #ZeroCall26 berichtet, der noch bis zum 22.06.2025 läuft. Inklusive Projekte können eingereicht werden.
Preisträger:innen erhalten:
- Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihre Arbeit
- Aufnahme in das internationale Zero Project Netzwerk
- Die Möglichkeit, bei der Zero Project Konferenz im UNO-Gebäude in Wien zu sprechen (über 1.000 Teilnehmende jährlich)
- Neue Chancen, ihre inklusiven Lösungen weiterzuentwickeln und zu verbreiten
Alle Infos sind hier zu finden.
Museums Guide Inklusiv
Hinweis von Doris Rothauer vom Museums Guide Inklusiv: Angebote und Projekte können an ihr geschickt werden und in der jetzt monatlichen Aussendung aufgenommen zu werden: Kontakt Information Museums Guide inklusiv.
ARGE Inklusives Museum Jahrestreffen 2025
Das nächste Jahrestreffen findet am 12.11.2025 statt – dieses Mal zu Gast im Salzburg Museum!
Wir werden uns diesmal vertieft mit dem Thema digitale Barrierefreiheit beschäftigen – und wie immer gibt es viel Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussion.
